Existenz-Hilfe

Seit 1994 unterstützt die ab&p behinderte Menschen in Westafrika. In Mali hat die ab&p ein Schulungs- und Handwerkszentrum für Behinderte gebaut. Hier lernte Bocar lesen und schreiben. Später die Herstellung von Seife und einem Spülmittel.
Da Bocar schwer körperbehindert ist, bekam er von der der ab&p einen motorisierten Rollstuhl. Mit diesem klapperte er alle Hotels und Restaurants ab und überzeugte die Besitzer, Seife und Spülmittel von ihm zu kaufen. Das Geschäft florierte und Bocar konnte seine ebenfalls schwer behinderte (sie kann sich nur kriechend fortbewegen) Freundin heiraten. Kurz hintereinander bekamen sie zwei gesunde Babys.

Das auswärtige Amt teilt am 8. Mai 2012 mit:
„Bis auf Weiteres wird vor Reisen nach Mali gewarnt.
Neben aufständischen Tuareg-Milizen haben sich insbesondere in den Provinzhauptstädten Timbuktu und Gao auch radikal-islamistische Kräfte festgesetzt, die zum Teil dem Al-Qaida-Terrornetzwerk nahestehen. Die Auswirkungen dieser Entwicklung im Norden und Nordosten einerseits und des Militärputsches in der Hauptstadt vom 21./22.03.2012 andererseits, auf Sicherheitslage und allgemeine Lebensbedingungen im dichter besiedelten Südwesten Malis inkl. der Hauptstadt Bamako sind zur Zeit nicht abzusehen.“

Das Geschäft von Bocar ist zusammengebrochen. Es kommen keine Touristen. Die Hotels und Restaurants haben keine Kunden mehr. Der gesamte Handel ist  kollabiert. In vielen Städten geht es nicht mehr so geordnet und friedlich zu wie vordem. Die Leute verlassen ihre Dörfer und flüchten nach Bamako.
Da es für die Mitarbeiter der ab&p zur Zeit nicht möglich ist, die Behinderten vor Ort zu betreuen, können wir momentan nur durch kleinere Überweisungen helfen.

Die Lage scheint sich langsam zu normalisieren und die ersten Flüchtlinge kehren wieder in ihre Heimatdörfer zurück.
Aber das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor Reisen nach Mali.
Stand: 26.03.2014

Heute, am 3. November 2014 erfuhren wir, dass Bocars Frau Oumou gestorben ist. Oumou und Bocar haben vier Kinder im Alter von zwei bis dreizehn Jahren.